Natur- und Artenschutz braucht Raum

Das Wenige, das noch vorhanden ist, gilt es zu bewahren, Schutzräume müssen ausgedehnt werden - nur so kann Natur- und Artenschutz gelingen. Der Verlust der biologischen Artenvielfalt ist ein globales Problem, dessen Bekämpfung vor Ort in Angriff genommen werden muss. Mögliche Maßnahmen hierzu:

Städtisch geförderter Ausbau der Streuobstwiesen sowie das intensive Einwirken der Stadtverwaltung, was die Pflege der Streuobstwiesen anbelangt, hauptsächlich im Hinblick auf die Bekämpfung der Mistel, die massiv unsere Obstbäume zerstört. Davon betroffen sind auch die im städtischen Besitz befindlichen Bäume.

nzustreben ist zudem eine Kooperation mit den Kirchengemeinden, mit dem Ziel, Mauerseglern und Turmfalken wieder das Brüten in den Kirchtürmen zu ermöglichen.

uf städtischen und privaten Flächen darf nicht nur der englische Rasen gepflanzt werden, vielmehr sollen Wildblumenwiesen entstehen, die für Bienen und Insekten das überlebensnotwendige Nahrungsangebot sichern.

Die Auswirkungen von Pestiziden auf Menschen, Tiere und Pflanzen sind nicht nur besorgniserregend, sondern eine essentielle Existenzfrage. Deshalb streben wir ein „pestizidfreies Filderstadt“ an.

Die Stadtverwaltung muss darüber hinaus weitere Ausgleichsflächen erwerben, damit das Rebhuhn-Schutzprogramm ausgebaut werden kann. Aufgrund der intensiven Ackernutzung müssen an den Randzonen Schutzstreifen entstehen. Dezentrale, aber auch vernetzte Schutzzonen, inklusive Wiesengräben und Bachläufe sind erforderlich, um geschützte Tier- und Pflanzenarten zu bewahren.

Die Herstellung des Filderstädter Apfelsafts, die ehrenamtlichen Heide-Pflegeaktionen, die Kartierungen, die Aktivitäten der Biotoper, das Netzwerk-Streuobstwiesen und vieles mehr sind wichtige, unentbehrliche Instrumente, die in unserer Stadt zum Bewahren einer intakten Umwelt beitragen. Diesen Einsatz für den Natur- und Umweltschutz als Sicherung der Lebensgrundlage zukünftiger Generationen wollen wir weiterhin unterstützen und fördern.